Verfolgung der Werkzeuge
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Warum BLE-Tracking bei der Verwaltung von Werkzeugen für die Bauindustrie besser ist als RFID-Tracking

Verfasst von
Sebastien De Grauwe
BLE tracking

Viele Bauunternehmen verlassen sich auf RFID-Tracking, um ihre Werkzeuge und Geräte zu verfolgen und zu verwalten. Seit einigen Jahren gibt es jedoch eine neuere Technologie, die im Vergleich zu RFID erhebliche Vorteile bietet: BLE (Bluetooth low Energy). Erfahren Sie mehr darüber in diesem Artikel.

Bei der Durchführung eines Bauprojekts kann es leicht passieren, dass Werkzeuge verloren gehen, gestohlen werden oder nicht am richtigen Ort abgegeben werden. Daher ist ein zuverlässiges Trackingsystem, das den Standort von Werkzeugen und Geräten verfolgt, von entscheidender Bedeutung. BLE-basierte Tracking-Systeme sind eine mehr als würdige Alternative zu herkömmlichen RFID-Systemen für das Asset Tracking.

Was ist BLE?

BLE (Bluetooth Low Energy) ist eine drahtlose Kommunikationstechnologie, mit der Geräte über eine kurze Distanz miteinander kommunizieren können. Es nutzt die gleichen Grundprinzipien wie das herkömmliche Bluetooth, verbraucht aber deutlich weniger Energie. Das macht es ideal für Anwendungen, bei denen die Energieeffizienz eine wichtige Überlegung ist, wie z. B. beim Tracking von Werkzeugen.

Wie funktioniert ein BLE-Trackingsystem für Werkzeuge?

Die Werkzeugverfolgung mit BLE ist eine Methode zur Verfolgung und Verwaltung von Werkzeugen und Geräten mithilfe von BLE-Chips und einer dazugehörigen App. Die BLE-Chips werden in das Werkzeug oder die Ausrüstung eingebaut und kommunizieren dann mit einer App auf einem Smartphone oder Tablet. Auf diese Weise können Sie den Standort des Werkzeugs oder der Ausrüstung in Echtzeit verfolgen.

Sie möchten wissen, wie ein BLE-Tracking-System funktioniert? Lesen Sie den Artikel "Wie funktioniert BLE-Tracking?".

Welche Vorteile bietet BLE im Vergleich zu RFID-Tracking?

1. Höhere Genauigkeit

RFID-Tracking arbeitet oft mit passiven Etiketten, die nur dann erkannt werden, wenn sie sich in Reichweite eines RFID-Lesegeräts befinden. Dies ist ausreichend für Anwendungen, bei denen nur die Anwesenheit eines Elements überprüft werden soll. Zum Beispiel, um zu überprüfen, ob sich ein bestimmtes Werkzeug an einem bestimmten Ort befindet.

Wenn Sie jedoch wissen möchten, wo sich Ihre Werkzeuge genau befinden, sollten Sie besser BLE-Tracking verwenden. Diese Technologie arbeitet mit aktiven Chips, die ein konstantes Bluetooth-Signal aussenden. Auf diese Weise kann der Standort eines Werkzeugs viel genauer bestimmt werden, selbst wenn es sich in einem engen Raum befindet.

Es gibt auch aktive RFID-Chips, aber wenn Sie eine vergleichbare Lebensdauer wie bei BLE-Chips wünschen, sind die aktiven RFID-Chips viel größer und teurer.

2. Einfache Integration mit mobilen Geräten

Dank der BLE-Technologie können Sie Ihr Smartphone oder Ihren Tablet-PC ganz einfach als Lesegerät für Ihr Werkzeug-Tracking-System verwenden. Auf diese Weise müssen Sie keine separaten BLE-Player kaufen und Ihre Mitarbeiter können alle ihre Werkzeuge ganz einfach mit ihrem eigenen Smartphone finden.

3. Niedrigere Kosten

Aktive RFID-Chips und -Lesegeräte sind relativ teuer, vor allem, wenn Sie viele Etiketten und Lesegeräte benötigen, um Ihren Bestand an zahlreichen Werkzeugen zu verfolgen. Außerdem müssen Sie die Chips regelmäßig austauschen, was die Kosten noch weiter in die Höhe treibt. BLE-Chips sind billiger und halten in der Regel länger als RFID-Chips. Außerdem benötigen Sie keine separaten BLE-Lesegeräte, da Sie alle Ihre Werkzeuge ganz einfach mit Ihrem Smartphone überwachen können. Auf diese Weise sparen Sie erheblich an den Kosten für Ihr Werkzeug-Tracking-System.

4. Höhere Zuverlässigkeit

Im Vergleich zum RFID-Tracking ist BLE in Bauumgebungen, in denen viele Umweltfaktoren die Funktion von RFID beeinträchtigen können, wesentlich zuverlässiger. Denken Sie zum Beispiel an Metallstrukturen und Betonwände. BLE wird davon viel weniger beeinflusst und funktioniert daher in einer Umgebung mit vielen Hindernissen viel besser.

Die physischen und logistischen Grenzen der RFID-Technologie auf Baustellen

Obwohl die RFID-Technologie (Radio-Frequency Identification) in einer kontrollierten Umgebung wie einem Zentrallager äußerst effizient ist, birgt ihr ausschließlicher Einsatz auf einer Baustelle gewisse Herausforderungen. Eines der größten Hindernisse sind Umgebungsstörungen. Die von passiven RFID-Chips verwendeten Funkwellen können durch dichte Materialien, wie sie im Bauwesen häufig vorkommen – beispielsweise Stahlbeton, Stahlgerüste oder große Mengen an Flüssigkeiten –, gestört, absorbiert oder reflektiert werden. Dies kann zu „Toten Winkeln“ führen, in denen der Scanner das Werkzeug nicht erkennen kann, selbst wenn es sich nur wenige Meter entfernt befindet.

Zudem basiert das herkömmliche RFID-System häufig auf obligatorischen Durchgangspunkten (oder „Choke Points“). Ein Beispiel hierfür ist ein Erkennungsportal, das an der Tür eines als Lager dienenden Seecontainers installiert ist. Wird ein Werkzeug über einen Zaun geworfen oder umgeht es dieses Tor, verliert das System die Spur. Aus diesem Grund erfordert RFID eine strenge Disziplin seitens der Teams, was nicht immer mit der Dringlichkeit und dem reibungslosen Ablauf vor Ort vereinbar ist.

Auf dem Weg zu einer Hybridlösung: Die Kombination aus RFID, Bluetooth (BLE) und GPS

Um diese Herausforderungen zu bewältigen, setzen die innovativsten Bauunternehmen heute auf hybride Lösungen zur Materialverfolgung. Anstatt sich auf eine einzige Technologie zu verlassen, vereint eine intelligente Plattform wie Herontrack die Stärken mehrerer Systeme und sorgt so für eine lückenlose Rückverfolgbarkeit:

  • Passive RFID-Technologie: Ideal für die schnelle und umfassende Bestandsaufnahme kleiner Verbrauchsmaterialien oder persönlicher Schutzausrüstung (PSA) im Zentrallager. Die Chips kosten nur wenige Cent und benötigen keine Batterie.
  • Bluetooth Low Energy (BLE): Das ist die wahre Revolution auf der Baustelle. Die BLE-Sensoren senden ein kontinuierliches Signal aus, das automatisch von den Smartphones der Arbeiter empfangen wird, auf denen die App installiert ist. So entsteht ein dezentrales und passives Ortungsnetzwerk: Sobald ein Arbeiter in die Nähe einer Schleifmaschine oder eines Bohrhammers kommt, wird seine Position auf der Karte aktualisiert, ohne dass er selbst etwas tun muss.
  • Aktives GPS: Das GPS ist ausschließlich für schwere Maschinen (Bagger, Kompressoren, Stromaggregate) vorgesehen und ermöglicht eine autonome weltweite Standortbestimmung in Echtzeit.

Durch die Bündelung dieser drei Technologien in einer einzigen Verwaltungssoftware erhalten die Werkzeugverantwortlichen einen vollständigen Überblick über ihren Bestand – vom Lager bis zur entlegensten Baustelle.

Geräteüberwachung und Datenschutz: Wie sieht es mit der DSGVO aus?

Die Einführung eines RFID- oder Bluetooth-Tracking-Systems wirft oft berechtigte Fragen hinsichtlich der Privatsphäre der Mitarbeiter auf. Es ist entscheidend, Ihren Mitarbeitern die Gewissheit zu geben, dass die Bestandsverfolgung ausschließlich dem Zweck dient, Gegenstände zu orten – und nicht Personen.

Im Rahmen der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) werden die von Smartphones erfassten Daten durch moderne Lösungen anonymisiert. Die App fungiert lediglich als technische Schnittstelle, um den Standort des am Gerät angebrachten Senders an den Cloud-Server zu übermitteln. Transparenz und Kommunikation sind nach wie vor der Schlüssel für eine erfolgreiche Akzeptanz durch Ihre Teams vor Ort.

Fazit: BLE vs. RFID-Tracking

Sind Sie auf der Suche nach einem zuverlässigen und erschwinglichen Werkzeug-Trackingsystem, mit dem Sie Ihre Werkzeuge und Geräte einfach und genau verfolgen und verwalten können? Dann ist ein auf BLE basierendes Trackingsystem die intelligentere Wahl als RFID-Tracking.

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