Kupferdiebstahl: Wie lässt er sich wirksam verhindern?

Kupferdiebstahl stellt eine erhebliche Bedrohung für Unternehmen, Infrastrukturbetreiber und Netzbetreiber dar. Baustellen, Eisenbahnanlagen, Telekommunikationsnetze, Industriestandorte und Energieinfrastrukturen gehören zu den Hauptzielen.
Der Wert des Kupfers erklärt zum Teil das Interesse der Diebe. Allerdings macht der Preis des gestohlenen Metalls oft nur einen kleinen Teil des tatsächlichen Schadens aus. Ein Kabelbruch kann eine Bahnstrecke unterbrechen, eine Baustelle verzögern, kritische Anlagen außer Betrieb setzen oder die Nutzer vorübergehend von der Strom- oder Telekommunikationsversorgung abschneiden.
Um diese Risiken zu verringern, müssen Unternehmen mehrere Maßnahmen kombinieren: physische Absicherung, interne Organisation, Kennzeichnung der Geräte sowie Überwachungstechnologien, mit denen verdächtige Bewegungen schnell erkannt werden können.
Kupferdiebstahl in Frankreich und Belgien: Ausmaß und Zahlen
Es liegen nicht immer aktuelle nationale Statistiken vor, in denen der Diebstahl von Kupfer genau von anderen Metalldiebstählen abgegrenzt wird. Anhand der von den Infrastrukturbetreibern veröffentlichten Zahlen lässt sich das Ausmaß des Phänomens jedoch abschätzen.
In Belgien verzeichnete Infrabel im Jahr 2018 361 Diebstähle von Kupferkabeln, von denen 315 direkte Auswirkungen auf den Zugverkehr hatten. Diese Vorfälle führten zu insgesamt 51.675 Minuten Verspätung, was mehr als zwei Stunden pro Tag entspricht. Der Netzbetreiber schätzte den Schaden damals auf mehrere Millionen Euro. Im Jahr 2019 beeinträchtigten erneut mehr als 200 Kabeldiebstähle den Zugverkehr, obwohl die Zahl im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen war. Diese Daten zeigen, dass bereits wenige Meter gestohlener Kabel unverhältnismäßig große Auswirkungen auf eine kritische Infrastruktur haben können.
Frankreich ist denselben Risiken ausgesetzt, insbesondere in seinen Eisenbahn-, Strom- und Telekommunikationsnetzen. Die Diebstähle konzentrieren sich häufig auf abgelegene Gebiete, auf temporäre Baustellen oder entlang ausgedehnter Infrastrukturen, die nur schwer ständig überwacht werden können.
Die Zahl der Vorfälle kann von Jahr zu Jahr stark schwanken. Sie hängt insbesondere vom Kupferpreis, der Aktivität organisierter Gruppen, den Wiederverkaufsmöglichkeiten und dem Sicherheitsniveau der Standorte ab. Ein vorübergehender Rückgang der Diebstähle bedeutet daher nicht, dass die Gefahr gebannt ist.
Warum Kupfer im Fokus steht: Metallpreis und Weiterverkauf
Kupfer wird wegen seiner hervorragenden elektrischen und thermischen Leitfähigkeit geschätzt. Es kommt in Stromkabeln, Eisenbahnanlagen, Telekommunikationsnetzen, Gebäuden, Industrieanlagen und Infrastrukturen für erneuerbare Energien zum Einsatz.
Mehrere Eigenschaften machen dieses Metall für Diebe besonders attraktiv:
- sein relativ hoher Wert auf dem Metallmarkt;
- eine anhaltende internationale Nachfrage;
- seine Präsenz in zahlreichen Infrastrukturen;
- die Möglichkeit, es in Form von Kabeln, blankem Metall oder recyceltem Material weiterzuverkaufen;
- die Schwierigkeit, den Eigentümer zu ermitteln, wenn das Metall nicht gekennzeichnet ist.
Auch der Kupferpreis spielt eine wichtige Rolle. Steigt der Preis, werden Kabel, die auf einer Baustelle gelagert oder in einer abgelegenen Gegend verlegt sind, für illegale Wiederverkäufer attraktiver.
Die Diebe haben es übrigens nicht immer auf die größten Mengen abgesehen. Manchmal bevorzugen sie Kabel, die schnell zugänglich sind, mit einem Nutzfahrzeug transportiert werden können und sich ohne sofortige Identifizierung weiterverkaufen lassen.
Die Hauptzielgruppen: Baustellen, Eisenbahnnetze, Telekommunikation und Energie
Kupferdiebstahl betrifft zahlreiche Branchen, doch bestimmte Infrastrukturen sind stärker davon betroffen als andere.
Baustellen sind ein häufiges Ziel für Diebstähle. Es gibt jedoch Maßnahmen, mit denen Werkzeuge auf einer Baustelle besser geschützt und geortet werden können, darunter die Absicherung der Zugänge, die digitale Bestandsaufnahme und der Einsatz von Ortungsgeräten.
Kabelspulen, industrielle Verlängerungskabel, elektrische Geräte und technische Materialien werden dort manchmal vor ihrer Installation gelagert. Die unregelmäßige Anwesenheit der Teams, die ständigen Änderungen in der Organisation der Baustelle und der Einsatz mehrerer Subunternehmer können die Kontrolle erschweren.
Eisenbahnnetze sind aufgrund ihrer Länge und der Tatsache, dass sie durch abgelegene Gebiete verlaufen, besonders anfällig. Kupfer wird dort in elektrischen Systemen, Signalanlagen und verschiedenen technischen Einrichtungen verwendet. Der Diebstahl oder die Beschädigung eines Kabels kann unmittelbare Auswirkungen auf die Sicherheit und den Zugverkehr haben.
Im Schienenverkehr kann bereits ein einfacher Stromausfall die Signalanlagen stören und zu erheblichen Verspätungen führen. Um diese Anlagen zu schützen, die sich nur schwer ständig überwachen lassen, bietet HeronTrack eine Lösung zur Verhinderung von Kupferdiebstahl im Schienenverkehr an, die verdächtige Bewegungen erkennen und den Ort des Vorfalls umgehend melden kann.
Auch die Telekommunikationsinfrastruktur ist davon betroffen. Ein Ausfall kann zu einer Unterbrechung der Dienste für Privatpersonen, Unternehmen oder öffentliche Einrichtungen führen. In einigen Regionen führt die schrittweise Umstellung von Kupfer auf Glasfaser zu einer Verringerung der verfügbaren Kapazitäten, doch die bestehenden Kabel sind nach wie vor begehrt.
Schließlich enthalten Energieerzeugungs- und -verteilungsanlagen große Mengen an Kabeln. Umspannwerke, Photovoltaikanlagen, Windparks und Industriegebäude können zum Ziel werden, insbesondere wenn sie abgelegen oder wenig frequentiert sind.
Wie gehen Diebe vor: Auskundschaftung, Vorgehensweisen und Absatz
Ein Kupferdiebstahl wird selten völlig aus dem Stegreif begangen. Die Täter können zunächst den Ort der Tat auskundschaften, um die Arbeitszeiten, Nebeneingänge, das Vorhandensein von Überwachungskameras und die Gewohnheiten des Sicherheitspersonals zu ermitteln.
Die Erkundung kann von der öffentlichen Straße aus oder unter dem Deckmantel eines Geschäftsbesuchs, einer Lieferung oder einer Informationsanfrage erfolgen. Manche Diebe tragen Arbeitskleidung und nutzen Nutzfahrzeuge, um sich in die Umgebung einer Baustelle einzufügen.
Sobald das Zielgebiet ausgemacht ist, werden die Kabel durchtrennt, entfernt oder in ein Fahrzeug verladen. Die Diebstähle finden häufig nachts, am Wochenende oder während der Schließzeiten statt. Bei großen Infrastruktureinrichtungen suchen die Diebe nach Stellen, an denen ihr Vorgehen weniger schnell bemerkt wird.
Das Metall kann anschließend entmantelt, zerkleinert und mit anderen Materialien vermischt werden, um seine Identifizierung zu erschweren. Es wird dann an einen Zwischenhändler weiterverkauft, in eine andere Region transportiert oder exportiert. Diese rasche Umwandlung erklärt, warum die Reaktion in den ersten Minuten oder Stunden entscheidend ist.
Die Folgen für ein Unternehmen: direkte Kosten, Verzögerungen, Vertragsstrafen und Versicherung
Der Wiederbeschaffungswert des Kupfers ist nur ein Bestandteil des Schadens. Ein geschädigtes Unternehmen muss auch die Schäden an den Anlagen, die Einsatzkosten, den Zeitaufwand für die Bestandsaufnahme und die betrieblichen Folgen berücksichtigen.
Auf einer Baustelle kann ein Diebstahl die Arbeiten bis zur Lieferung neuer Kabel unterbrechen. Diese Unterbrechung bindet die Teams unnötig und kann zu Vertragsstrafen führen, wenn die Fristen nicht eingehalten werden.
In einem Eisenbahn-, Strom- oder Telekommunikationsnetz können die Auswirkungen weitaus gravierender sein. Ein Ausfall kann zu Verspätungen, Betriebsunterbrechungen, dem dringenden Einsatz von Technikteams und Sicherheitsrisiken führen.
Zu den indirekten Kosten zählen insbesondere:
- der Austausch beschädigter Kabel und Geräte;
- die Kosten für Reparatur und Wiederinbetriebnahme;
- die ausgefallenen Arbeitsstunden;
- zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen;
- Liefer- oder Ausführungsverzögerungen;
- Vertragsstrafen;
- eine mögliche Erhöhung der Versicherungsprämie;
- die Schädigung des Rufs des Unternehmens.
Um die tatsächlichen Kosten eines Diebstahls zu ermitteln, müssen daher alle damit verbundenen Folgen berücksichtigt werden und nicht nur der Marktwert des gestohlenen Kupfers.
Was das Gesetz sagt: Straftatbestand und Sanktionen
In Frankreich wird Diebstahl in Artikel 311-1 des Strafgesetzbuchs als „die betrügerische Aneignung fremden Eigentums“ definiert. Einfacher Diebstahl wird mit drei Jahren Freiheitsstrafe und einer Geldstrafe von 45.000 Euro geahndet.
Bei Vorliegen erschwerender Umstände können die Strafen höher ausfallen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn der Diebstahl von mehreren Personen begangen wird, an einem Ort, der zur Lagerung von Waren oder Material bestimmt ist, oder wenn er mit einer Zerstörung oder Beschädigung einhergeht. Je nach den festgestellten Umständen können die Strafen fünf, sieben oder zehn Jahre Freiheitsstrafe betragen. Diebstahl im Rahmen einer organisierten Bande wird noch strenger bestraft.
Auch Hehlerei ist eine Straftat. Wer wissentlich gestohlene Gegenstände versteckt, besitzt oder weitergibt, kann strafrechtlich verfolgt werden, ebenso wie derjenige, der beim Weiterverkauf als Vermittler auftritt.
In Belgien können Diebstahl, Hehlerei und damit verbundene Sachbeschädigungen ebenfalls strafrechtlich verfolgt werden. Die Einstufung der Tat und die anzuwendende Strafe hängen von den Umständen ab: beispielsweise Einbruch, Beteiligung mehrerer Personen, Beeinträchtigung kritischer Infrastruktur oder Gefährdung des Straßenverkehrs.
Unternehmen müssen alle Unterlagen aufbewahren, anhand derer sich die Gegenstände identifizieren lassen: Rechnungen, Seriennummern, Fotos, Bestandslisten, Kennzeichnungen und Standortdaten. Diese Nachweise können die Ermittlungen und die Rückgabe des wiedergefundenen Materials erleichtern.
Verpflichtungen und Rückverfolgbarkeit beim Rückkauf von Metallen
Der Kampf gegen Kupferdiebstahl betrifft nicht nur die direkten Täter. Er zielt auch auf die Kanäle ab, über die gestohlene Metalle weiterverkauft werden können.
In Frankreich unterliegen Gewerbetreibende, die gebrauchte bewegliche Gegenstände kaufen oder weiterverkaufen – darunter auch bestimmte Metallhändler –, bestimmten Rückverfolgbarkeitspflichten. Sie müssen insbesondere ein Register führen, anhand dessen sich die erworbenen Gegenstände und die Personen, die diese geliefert haben, identifizieren lassen. Die Barzahlung beim Kauf von Metallen von Privatpersonen ist zudem verboten.
In Belgien müssen Metallkäufer und -verwerter zudem Vorschriften zur Identifizierung und Rückverfolgbarkeit einhalten. Diese Verpflichtungen zielen darauf ab, anonyme Transaktionen einzuschränken und es den Behörden zu ermöglichen, den Weg einer verdächtigen Charge nachzuvollziehen.
Um wirksam zu sein, muss diese Rückverfolgbarkeit auf einer ausreichend genauen Beschreibung beruhen: Metallart, Menge, Datum der Transaktion, Identität des Verkäufers und, soweit möglich, Herkunft des Materials. Eine dauerhafte Kennzeichnung oder eine eindeutige Identifikationsnummer erhöht die Wahrscheinlichkeit erheblich, dass festgestellt werden kann, ob ein gefundenes Kabel aus einem Diebstahl stammt.
Physische Prävention: Absicherung des Geländes, Lagerung, Beleuchtung und Kennzeichnung
Der erste Schritt besteht darin, den Zugang zu Kupfer zu erschweren und den Diebstahl riskanter zu machen. Bei einer Standortanalyse müssen Lagerbereiche, Zugänge, schwer einsehbare Stellen und Zeiträume ermittelt werden, in denen die Anlagen unbeaufsichtigt bleiben.
Nicht verlegte Kabelrollen und Kabel müssen in einem geschlossenen, verschlossenen und, wenn möglich, von der öffentlichen Straße aus nicht einsehbaren Raum gelagert werden. Es wird außerdem empfohlen, die gelagerten Mengen zu begrenzen, indem die Lieferungen an den tatsächlichen Zeitplan der Baustelle angepasst werden.
Automatische Beleuchtung, Zäune, verstärkte Tore und Videoüberwachung wirken abschreckend. Sie müssen jedoch so angebracht werden, dass keine toten Winkel entstehen. Die Aufnahmen müssen gemäß den geltenden Datenschutzbestimmungen gespeichert werden.
Die Kennzeichnung der Ausrüstung erschwert wiederum deren Weiterverkauf. Sie kann in Form einer Gravur, einer speziellen Lackierung, eines Typenschilds oder eines eindeutigen Codes erfolgen, der mit dem Inventar des Unternehmens verknüpft ist.
Schließlich müssen die Teams auf bestimmte Anzeichen aufmerksam gemacht werden: unbekannte Fahrzeuge, Personen, die sich ohne Genehmigung auf dem Gelände aufhalten, ungewöhnliche Aufnahmen der Anlagen oder das wiederholte Verschwinden kleiner Mengen an Kabeln. Ein klares Protokoll muss festlegen, wem solche Situationen zu melden sind.
Technologische Prävention: Geolokalisierung, Sender und Warnmeldungen bei Verlassen des zulässigen Bereichs
Physische Maßnahmen bremsen Diebe zwar aus, ermöglichen es jedoch nicht immer, einen Diebstahlversuch sofort zu erkennen. Ortungssysteme und vernetzte Sensoren ermöglichen zudem eine Reaktion in Echtzeit.
Ein unauffälliger Sender kann an einer Spule, einem Gerät oder einer sensiblen Infrastruktur angebracht werden. Je nach verwendeter Technologie übermittelt er seinen Standort und meldet Bewegungen, Stöße, Vibrationen oder Neigungsänderungen.
Beim Geofencing wird ein virtueller geografischer Bereich um eine Baustelle, ein Lager oder einen Infrastrukturabschnitt herum eingerichtet. Verlässt ein überwachtes Gerät diesen Bereich ohne Genehmigung, sendet das System automatisch eine Warnmeldung.
Um effektiv zu sein, muss diese Technologie in ein Einsatzverfahren integriert werden. Die Warnmeldung muss die richtigen Personen erreichen und direkt verwertbare Informationen enthalten: betroffene Geräte, Zeitpunkt der Bewegung, Position und Bewegungshistorie.
Die Standortbestimmung ersetzt also weder Zäune noch Zugangskontrollen oder Videoüberwachung. Sie ergänzt diese Maßnahmen, indem sie die Zeit zwischen dem Beginn des Diebstahls und dessen Aufdeckung verkürzt.
DNA-Kennzeichnung und Lösungen zur Kabelverfolgung
Bei der DNA-Kennzeichnung kommt eine synthetische Substanz zum Einsatz, die einen eindeutigen Identifikationscode enthält. Diese Substanz, die für das bloße Auge in der Regel nicht sichtbar ist, kann auf Kabel, Spulen oder Geräte aufgetragen werden.
Wird eine verdächtige Sache gefunden, lässt sich diese anhand einer Analyse ihrem Besitzer zuordnen. Dieses System kann zudem eine abschreckende Wirkung haben, wenn es auf dem Gelände deutlich gekennzeichnet ist.
Es können auch andere Rückverfolgungslösungen zum Einsatz kommen, wie beispielsweise Mikropunkte, Gravuren, widerstandsfähige Etiketten, industrielle QR-Codes oder Mikrochips. Ihr Ziel ist es, eine verwertbare Identität zu bewahren, selbst wenn das Material verlagert oder teilweise verarbeitet wurde.
Die DNA-Kennzeichnung dient in erster Linie der Identifizierung nach dem Auffinden des Gegenstands. Tracker und Sensoren dienen hingegen eher der Erkennung und Ortung. Durch die Kombination beider Ansätze lassen sich daher Prävention, Intervention und Beweissicherung verstärken.
Was ist unmittelbar nach einem Diebstahl zu tun: Feststellung des Sachverhalts, Anzeige und Meldung
Wird ein Kupferdiebstahl festgestellt, muss der Bereich zunächst gesichert werden. Durchtrennte Kabel können eine elektrische Gefahr darstellen oder den Betrieb einer Anlage beeinträchtigen. Die Anlagen dürfen erst nach dem Eingreifen einer sachkundigen Person berührt werden.
In Frankreich kann ein Unternehmen bei einer Polizeiwache oder einer Gendarmerie Anzeige wegen Diebstahls erstatten oder in bestimmten Fällen den Online-Anzeigedienst nutzen.
In Belgien hält die Polizei die Anzeige in einem Protokoll fest. Der FÖD Justiz klärt das Opfer bei seiner Vernehmung zudem über seine Rechte auf.
Anschließend sollten die Spuren gesichert und der Sachverhalt dokumentiert werden:
- die Zugänge, Einbruchsspuren und beschädigte Geräte fotografieren;
- die Uhrzeit des Fundes sowie die letzte bekannte Uhrzeit, zu der die Ausrüstung noch vorhanden war, notieren;
- die Aufzeichnungen der Videoüberwachung zu speichern;
- die Geolokalisierungsdaten und den Alarmverlauf exportieren;
- eine Liste der gestohlenen Gegenstände sowie deren vorläufigen Wert zu erstellen;
- die Kontaktdaten etwaiger Zeugen notieren;
- bei der Polizei oder der Gendarmerie Anzeige erstatten;
- den Versicherer unverzüglich benachrichtigen.
Sollte ein Ortungsgerät noch den Standort der Geräte anzeigen, sollten die Informationen vorzugsweise an die Polizei weitergeleitet werden. Die Mitarbeiter sollten nicht versuchen, das Kupfer selbst zurückzuholen, da dies gefährlich sein kann.
Versicherung: Entschädigungsvoraussetzungen und vorzulegende Nachweise
Die Entschädigung hängt von den im Versicherungsvertrag vorgesehenen Leistungen ab. Einige Policen decken gelagerte Ausrüstung ab, schreiben jedoch bestimmte Maßnahmen vor: umzäuntes Gelände, verschlossener Raum, aktives Alarmsystem oder kein Außenlager während der Nacht.
Das Unternehmen muss daher die Ausschlüsse, Höchstbeträge, Selbstbehalte und Meldepflichten prüfen. Die Nichteinhaltung einer im Vertrag vorgesehenen Sicherheitsauflage kann zu einer Kürzung oder zum Ausschluss der Entschädigung führen.
Zu den üblicherweise angeforderten Unterlagen gehören:
- die Empfangsbestätigung oder das Protokoll über die Einreichung der Beschwerde;
- Einkaufsrechnungen;
- das Materialverzeichnis;
- die vor und nach dem Flug aufgenommenen Fotos;
- die Aufnahmen der Videoüberwachung;
- Spuren eines Einbruchs;
- Geolokalisierungsberichte;
- Kostenvoranschläge für Reparaturen und Ersatz;
- eine Schätzung der Betriebsverluste.
Ein fortlaufendes Bestandsverzeichnis der Ausrüstung vereinfacht diese Schritte erheblich. Es ermöglicht den Nachweis, welche Geräte sich vor dem Diebstahl am Standort befanden, und ermöglicht es, deren Artikelnummern, Rechnungen und zuletzt bekannten Standorte schnell zu ermitteln. Es ermöglicht den Nachweis, welche Geräte sich am Standort befanden, und die schnelle Identifizierung der betreffenden Artikelnummern.
Mit HeronTrack Ausrüstung und Spulen im Blick behalten
Die Prävention von Kupferdiebstahl wird effektiver, wenn das Unternehmen weiß, wo sich seine Ausrüstung befindet, und benachrichtigt werden kann, sobald ein ungewöhnliches Verhalten festgestellt wird.
Mit HeronTrack lassen sich Geräte und Spulen über eine zentrale Plattform verfolgen. Die Sensoren können Bewegungen, Vibrationen, Stöße oder Neigungsänderungen erkennen, die auf einen Diebstahlversuch hindeuten könnten. Die GPS-Ortung hilft anschließend den Sicherheitsteams oder den Strafverfolgungsbehörden dabei, den Ort des Vorfalls genau zu bestimmen.
Im Eisenbahnsektor, wo sich Kabel über kilometerlange Strecken entlang von Gleisen erstrecken, die schwer zu überwachen sind, stellt diese Reaktionsfähigkeit einen entscheidenden Vorteil dar. Warnmeldungen können in Echtzeit per App, SMS oder Anruf an vordefinierte Verantwortliche und an eine Überwachungszentrale weitergeleitet werden.
Die Lösung ist eigenständig, unauffällig und für abgelegene Standorte geeignet. Sie kann an Kabeln, Schaltschränken oder anderen empfindlichen Geräten installiert werden, ohne dass umfangreiche Änderungen an der Infrastruktur erforderlich sind.
Entdecken Sie die von HeronTrack entwickelte Lösung zum Schutz vor Kupferdiebstahl bei Eisenbahnen, mit der Diebstahlversuche erkannt, Vorfälle genau lokalisiert und Betriebsunterbrechungen reduziert werden können.
Um Kupferdiebstahl nachhaltig zu verhindern, reicht keine Maßnahme allein aus. Die wirksamste Strategie kombiniert physische Absicherung, strenge Zugangskontrolle, Kabelkennzeichnung, Rückverfolgbarkeit des Materials und ein Echtzeit-Warnsystem. Dieser Ansatz verringert die Diebstahlmöglichkeiten und versetzt die Teams in die Lage, einzugreifen, bevor der Schaden zu groß wird.


